Und wieder blauer Himmel und Sonnenschein.

Nils war als erster wach und kochte das Kaffeewasser, was auch uns aus den Schlafsäcken trieb.

Nach dem obligatorischen Müsli-Frühstück und Rucksack Packen ging es wieder los.

Es begann mit einem steilen Anstieg, dann über eine Hochebene und dann wieder ebenso steil bergab in das Flußtal des Ole's Lakseelv.

Sepp war der Furten-Erkunder; er hatte eine flache Stelle gefunden; das Wasser war dort knietief.

Ich ging als erste rüber. Drüben angekommen traf ich auf Mensch Nr. 3 (ein Tscheche, er war alleine unterwegs von Sisimiut nach Kangerlussuaq). Er gab uns ein paar Angeltipps für den weiteren Weg und den wichtigen Hinweis, dass der Fluss an der nächsten Hütte trocken ist. Kaum zu glauben, vor 4 Jahren war es noch ein wilder Gebirgsfluss.

Nach langer Pause mit Körper- und Wäschepflege am Fluss ging es weiter durch das recht feuchte und mückenreiche Flusstal.

Dann nochmal ein kurzer Anstieg mit Belohnung: ein herrlicher Blick auf den Fjord Maligiaq, und schon war auch die Hütte in Sicht.

Der Fluß an der Hütte war tatsächlich trocken, doch flussaufwärts haben wir eine Wasserstelle gefunden und mit Freds Filter Wasservorrat rangeschafft.

Kurz die Futterreserven gecheckt und die weitere Tour geplant. Wir könnten noch 6 – 7 Tage unterwegs sein, wenn Fred und Sepp Fische angeln. sonst gibt es nach 5 Tagen nichts mehr zu Essen.

Und plötzlich tauchte Mensch Nr. 4 auf, ein Inuit aus Richtung Sisimiut.