Es regnete noch immer.

Nach dem Frühstück wurden die Rucksäcke noch mal etwas abgelastet, bevor wir in Regenmontur starteten.

Wir entschlossen uns, nicht über die Feuchtwiese den Hang zu erklimmen, sondern besser auf dem Originalweg von gestern zu gehen, also noch mal an dem Strand entlang und den Hügel durch die Kriech-Weiden hinauf. (Eine Entscheidung, die uns locker 3 km zusätzlich gekostet hat. Shit happens - ND)

Oben angekommen, waren wir im Grunde schon total nass.

Weiter ging es durch tiefhängende Wolken zur eigentlichen Hütte am Weg.

Dort angekommen, machten wir kurze Lagebesprechung, ob wir weitergehen oder einen Tag verweilen und auf besseres Wetter warten sollten.

Wir entschlossen uns zum Weitergehen.

Nach kurzer Zeit begann der lange, jedoch nicht sehr steile Anstieg.

Inzwischen hatte der Regen aufgehört, und als wir die Anhöhe auf dem höchsten Punkt erreichten, klarte es sogar etwas auf und wir hatten einen schönen Blick auf den Fjord bis zur Hütte, wo wir die Nacht verbracht hatten.

Nach einiger Zeit begann der leichte Abstieg ins Fjäll begleitet von 10.000.000 Moschusfliegen.

Einige Flussüberquerungen waren noch nötig, die aber problemlos gingen.

Noch eine Kaffeepause unterwegs, wo es natürlich prompt wieder zu Regnen begann.

Dann ging der Weg nur noch abwärts ins Tal.

Der Regen hörte bald wieder auf, da war auch schon der Skilift in Sicht und es dauerte nicht mehr lange, da hatten wir das Meer und die ersten Häuser von Sisimiut im Blick.

Das Ziel war fast erreicht.

Nach weiteren 4 km trafen wir in Sisimiut auf die Knud Rasmussen Highschool. Dort kann man in den Sommermonaten übernachten, also checkten wir in gemütliche 2-Bett-Zimmer ein.

Nach einer wohltuenden Körperreinigung (heiße Dusche) lockte das leckere Oksenfilet uns zum Essen und Trinken ins Hotel Sisimiut.

Der Rotwein war köstlich, das Essen natürlich auch.

Zurück im Zimmer gab es den letzten Schluck Talisker-Whisky auf eine rundum gelungene Wildniswanderung bei herrlichem Wetter.